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DEUTSCHE BUNDESWEHR: VERSTRICKT IN HEIMLICHE KRIEGSVORBEREITUNGEN? -




Gut getarnt hinter der Alltagspolitik bereiten sich die Bundesregierung und Teile der Bundeswehr offenbar auf eine erneute kriegerische Auseinandersetzung vor. Ziel der heimlichen Bemühungen, die vom Einsatzführungskommando in Potsdam vorangetrieben werden, ist – zusammen mit den USA und Israel – ein militärischer Sieg im arabischen Raum. Der Gegner heißt Iran und die Armee steht Gewehr bei Fuß.

Vor wenigen Tagen versetzte der Iran seine an der nordwestlichen Grenze stationierten Revolutionsgarden in Alarmbereitschaft, weil auf der gegenüberliegenden Seite, dem Gebiet Aserbaidschans, hohe Konzentrationen von israelischen und amerikanischen Truppen beobachtet worden waren. So soll Israel eine Reihe von Bombern über die Zwischenstation Georgien nach Aserbaidschan gebracht haben. Iranischen Angaben zufolge bewegen sich auf den Straßen Aserbaidschans immer wieder lange Konvois von Panzern, Infanterie und Flak-Einheiten in Richtung der iranischen Grenze. Daraufhin zog der Iran Soldaten und Ausrüstungen am Kaspischen Meer zusammen. Aus gutem Grund, denn auch die USA schickte Spezialkräfte in das Gebiet.

Mit von der Partie ist bei den offiziell Manöver genannten Truppenbewegungen aber auch die Bundeswehr. Gesteuert vom Einsatzführungskommando in Potsdam kreuzt im Persischen Golf und der Arabischen See auch die deutsche Fregatte »Hessen«, die in ihrem Einsatz Bestandteil eines Verbandes von elf Kriegsschiffen sein soll. Angeführt wird diese Armada vom US-Flugzeugträger »Harry S. Truman« mit 60 Flugzeugen und rund 6.000 Mann an Bord.

Fünf Tage und Nächte lang flogen die 60 Kampfjets der USS Truman simulierte Bombenangriffe auf Ziele, welche die israelische Luftwaffe auf einem ihrer größten Luftwaffenstützpunkte in der Negev-Wüste errichtet hatte.

Bei der Übung landeten 60 amerikanische F-16-Flugzeuge von Stützpunkten in Deutschland und Rumänien kommend auf Einrichtungen der israelischen Luftwaffe, wurden aufgetankt und starteten gemeinsam mit israelischen Kampfbombern, um Langstrecken-Angriffe und Luftgefechte über dem Roten Meer und dem Mittelmeer zu üben.

Sowohl Washington als auch Jerusalem haben öffentliche Informationen über diese amerikanisch-israelische Luftwaffenübung zurückgehalten. Präsident Barack Obama hat für die zweite Juniwoche die Alarmbereitschaft aller Raketen-Abwehranlagen im Mittleren Osten angeordnet, einschließlich der Batterien an Bord der Sechsten US-Flotte im Mittelmeer und der Fünften US-Flotte im Persischen Golf.

Doch nicht nur auf hoher See werden Bundeswehr-Soldaten offenbar auf einen Einsatz gegen den Iran trainiert, auch im aktuellen Afghanistan-Krieg laufen bereits Vorbereitungen, die inzwischen im Bundestag für Furore sorgten. Gegenstand der Diskussion ist ein im Frühjahr 2010 an die dortigen Bundeswehrangehörigen verteilter Sprachführer Deutsch-Persisch. Während im Bundestag Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) in einer Fragestunde wenig überzeugend berichtete, auch in Afghanistan werde Persisch gesprochen und deswegen müssten die Soldaten es wegen ihres humanitären Einsatzes erlernen, kamen Kennern der Region sofort Zweifel an den Worten des Politikers. Denn Persisch sei zwar eine von mehreren Sprachen in Afghanistan, doch ausgerechnet nicht im Norden des Landes, dem Gebiet, in dem die Deutschen stationiert sind.

Noch unglaubwürdiger werden die offiziellen Erklärungen der Bundesregierung bei einem Blick in besagten Sprachführer. Während die Übersetzungen für »Ich stamme aus Köln« oder »Guten Tag, wie geht es ihnen?« eher an harmlose Plaudereien erinnern, wird es wenige Seiten weiter schon handfester, wenn die persische Bedeutung für »Halt, stehen bleiben, oder ich schieße!« dargelegt wird. Den völligen Zusammenbruch erlebt die offizielle Begründung für den Sprachführer allerdings bei dem Satz »wir gehören zu den UN-Peace-Keeping-Truppen.« Denn für die Vereinten Nationen ist die Bundeswehr derzeit in den Taliban-Hochburgen nun einmal nicht unterwegs, sondern für die NATO. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden, immerhin ist die Bundesmarine am 28. Juni 2010 am Horn von Afrika zu ihrer letzten Fahrt im Rahmen des Einsatzes Enduring Freedom gestartet.

Da stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Fregatten »Bayern«, »Köln« und »Emden« bald – ganz friedlich natürlich – neben der »Hessen«, eingegliedert in Kampfverbände der USA, vor der iranischen Küste schippern. Zumal jetzt auch der US-amerikanische Geheimdienst CIA auf seine Art in die Kriegsvorbereitungen eingriff. Er ließ pünktlich zum Ende des deutschen Engagements am Horn von Afrika über Nachrichtenagenturen die Meldung lancieren, der Iran könne bereits im Jahr 2012 im Besitz einer Atombombe sein.



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