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DIE TIEFE URSACHE DER KRISE - Frauen wissen sehr viel mehr über die Erde als Männer - von Andrew Terker


Warum versuchen Frauen in der Wirtschaft, weibliche Männer zu sein? Warum sind sie nicht bereit, ihre Weiblichkeit in der Wirtschaft zu leben?

7,5 Millionen Pfund werden gerade (1.4.2009) in London für Sicherheitskräfte ausgegeben, um das G-20-Gipfeltreffen vor Protestierenden zu schützen. Die Protestierenden seien hauptsächlich antikapitalistisch oder warnen vor Klimaveränderungen. In einem Gipfeltreffen, dessen Ziel es ist, die Wirtschaftskrise zu lösen, ist so viel Geld keine Kleinigkeit. Die Medien richten ihren Blick auf die Tagenden und nicht auf die Protestierenden. Könnte es sein, dass die Protestierenden uns einen Hinweis auf die Ursachen der Krise geben wollen?

Viele aktuelle Science-Fiction-Filme zeigen eine Welt völlig ausser Kontrolle, in der grosse unsichtbare Kräfte Katastrophen unvorstellbaren Ausmasses anrichten. Ist die zunehmende Wirtschaftskrise eine solche Katastrophe? Sind unsichtbare Kräfte unter den Menschen am Werk? Verursachen solche Kräfte Chaos und grosse Ängste?

Gestern Abend besuchte ich in Zürich eine Podiumsdiskussion von den Wirtschaftsfrauen Schweiz mit dem Thema „Das Potential des Scheiterns“. Ich war einer der wenigen Männer unter etwa 300 Frauen. Die Diskussion ging um persönliches Scheitern. Zeitgemässer hätte ich den Titel gefunden, „Scheitern der Wirtschaft“, nicht „Scheitern in der Wirtschaft“. Das grosse Thema wurde nicht angesprochen. Unsere Wirtschaft ist gescheitert, weil sie nicht im Einklang mit der Erde lebt. Aus meiner Sicht sollten die Frauen sehr viel mehr darüber wissen als wir Männer. Aber niemand sprach es gestern Abend an. Warum?

Frauen wissen sehr viel mehr über die Erde als Männer. Sie sind, durch ihre Biologie, sehr viel mehr im Einklang mit unserer Basis, der Erde. Die Erde ist aber auch die Basis der Wirtschaft. Sie sollte es sein, weil wir auf der Erde leben, und die Wirtschaft lebt nur auf dieser Erde. Mir ist es als Mann peinlich, über die Rolle der Frau in der Wirtschaft zu schreiben, vor allen Dingen über die Rolle, die die Frauen in der Wirtschaft haben könnten oder sollten. Ich schreibe dennoch, weil niemand gestern Abend darüber sprach.

Die lineare Zeit ist eine relativ neue Erfindung. Wie wäre Ihr Alltag ohne den Blick auf das Handgelenk, um zu wissen, wie spät es ist? Wären Sie dann mehr im Einklang mit sich selbst und Ihrer Umwelt? Wenn Sie eine Frau sind, ist das Band mit dem digitalen oder analogen Display am Handgelenk eine viel grössere Vergewaltigung als für einen Mann. Denn diese Uhr lebt gegen Ihre innere Rhythmen. Die Monatsregel gehört nur der Frau. Sie ist nicht ein biologischer Fluch, sondern eine tiefe Bindung zu den Zyklen der Erde. Diese Bindung, wenn sich eine Frau die Zeit und die Geduld nehmen will, kann zu tiefem Wissen über das innere Wesen der Erde führen. Dieses tiefe und oft so einfache Wissen fehlt in der Wirtschaft fast vollkommen. Es wäre, aus meiner Sicht, weibliches Wissen. Die Wirtschaft ist wie ein riesiges und kompliziertes Uhrwerk. Dieses Uhrwerk versucht, grosse Teile und Systeme der Erde zu kontrollieren. Die Chronologie dieses Uhrwerkes ist aber konträr zu der Natur ihrer Basis, der Erde. Das Uhrwerk der Wirtschaft versucht, die Natur zu unterwerfen, statt mit ihr im Einklang zu leben.

Das ist die tiefe Ursache der Wirtschaftskrise. Die Erde ist ein Wesen. Sie ist ein Wesen, auf dem wir leben. Wir leben nicht im Einklang mit diesem Wesen, und sie lehnt uns ab. Die Ablehnung sehen wir nicht nur in Umweltkatastrophen, sondern jetzt auch in der prekären finanziellen Basis unseres Daseins. Wir nennen diese Basis Wirtschaft.

Ist bodenlose Verschuldung der menschlichen Spezies angeboren? Die Regierungsverschuldung steigt als Antwort auf die Wirtschaftskrise. Ich muss nicht in Betriebswirtschaft promoviert haben, um zu wissen, dass das nicht geht. Wenn ich meine Privatwirtschaft so managen würde wie die westlichen Regierungen Staatswirtschaften managen, würde keine Bank mir einen Rappen Kredit geben.

Ist Ausbeutung der Armen zu Gunsten der Reichen der menschlichen Spezies angeboren? Eine Übertreibung der Darwinschen Theorie könnte solch einen Ansatz behaupten. Die Natur der Tiere kennt aber Balance und Harmonie. Menschen kennen sie nicht. Sie bauen ihre Gesellschaften auf der Basis zunehmender Disharmonie.

Die Wirtschaft, wie wir sie kennen, beutet die Erde aus. Zu Gunsten der Menschen? Wie kann das sein? Wie kann man die Basis, auf der man lebt, zerstören, und erwarten, weiter zu leben? Welche wahre Wirtschaft kann das tun?

Die Erde kennt Zyklen. Sie hat Jahreszeiten. Frauen kennen auch Zyklen, jeden Monat. Sie kennen dadurch die Natur der Erde. Kann ein Mensch erwarten, dass es nur ununterbrochene Expansion gibt? Die Natur kennt das nicht. Sie kennt immerwährende Korrekturen, durch die Zyklen. Ebbe und Flut, Dürre und Sintflut. Sähen und Ernten.

Wo bleibt die Weisheit? Die Weisheit ist bereits in uns angelegt. Sie ist in unseren Körpern. Nur: Man muss auf sie hören. Frauen können sehr viel leichter auf die Weisheit in ihrem Körper hören als Männer. Sie haben sehr viel mehr die Gewohnheit, auf den Körper zu hören als der Mann. Sie kennen ihre Regel. Sie kennen ihren Körper. Warum versuchen Frauen in der Wirtschaft, weibliche Männer zu sein? Warum sind sie nicht bereit, ihre Weiblichkeit in der Wirtschaft zu leben? Ja, ich kenne die Unterdrückung über mehrere Jahrtausende durch die Männer. Dennoch: Wo sind die weiblichen Consultingfirmen, die die Wirtschaft aus der Krise bringen?

Das Wissen und die Weisheit sind endemisch. Sie sind im menschlichen Wesen inhärent.

Zürich, Starbucks zwischen Crédit Suisse und UBS mittags: die Zeit drängt, denn die Pause ist kurz. Schnell ein Kaffee und ein Brötli, dann wieder arbeiten. Wo ist das Leben? Wo ist die Weisheit, die das Leben führen soll? Besteht das Leben aus stressvoller Arbeit und kurzen Pausen? Besteht das Leben aus der Unterdrückung der Natur des Menschen und aus der Unterdrückung der Natur der Erde? Da ist die Ursache. Sie ist leicht zu sehen.

Die Lösung ist auch nicht wirklich schwer zu sehen. Sie ist aber umwälzend und erfordert grossen Wandel. Es wird grosse Veränderung geben, wenn wir die Krise meistern wollen.

Andrew Terker



Termine:
15.05.2009 Vortrags-Abend mit Andrew Terker in Zürich
13./14.06.2009 Seminar-Wochenende mit Andrew Terker in Zürich
26.06.2009 Vortrags-Abend mit Andrew Terker in Zürich
10.07.2009 Vortrags-Abend mit Andrew Terker in Zürich
11./12.07.2009 Seminar-Wochenende mit Andrew Terker in Zürich
24.07.2009 Vortrags-Abend mit Andrew Terker in Zürich
25./26.07.2009 Seminar-Wochenende mit Andrew Terker in Zürich



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Quelle: http://theonesoul.ch


 
 
   
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