|

Die gewaltigen Sonnenexplosionen könnten spektakuläre Polarlichter auch auf der Südhalbkugel der Erde hervorbringen.
Ausgelöst durch eine gewaltige Explosion auf der Sonne überrollt eine Welle von bedrohlichen Partikeln die Erde. Wissenschaftler sagen, die Welle von elektromagnetischen Teilchen würde auf das natürliche Magnetfeld der Erde prasseln, was zu einem spektakulären Lichtspiel führen könnte, welches wir auch als die nördlichen und südlichen Polarlichter kennen. Die Explosion - die sich letzte Woche ereignet hat und direkt der Erde zugewandt war - wurde von mehreren Satelliten aufgezeichnet, als auch von dem neuen Solar Dynamics Observatory der NASA, welches die Druckwelle dabei beobachte, wie sich ausweitete.
Aufgewühlte Sonne: Diese ultraviolette Aufnahme vom „Solar Dynamics Observatory“ zeigt die nördliche Hemisphäre der Sonne während einer Eruption. Bild: NASA
Sie traf die gesamte der Sonne zugewandten Seite der Erde und schickte so einen "Sonnen-Tsunami" mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Millionen Stundenkilometer durch den Raum, so die NASA. Astronomen von überall der Welt waren Zeugen des gigantischen Aufflackerns eines Sonnenflecks in der Größe der Erde. In diesem Moment halten sie Ausschau nach Anzeichen von Polarlichtern weit über die südliche und nördlichen USA und Großbritannien. Auf der südlichen Hemisphäre haben die Betrachter der Südinsel vor Neuseeland und möglicherweise auch die in Tasmanien das Lichtereignis sehen können, welches sich wahrscheinlich heute Abend fortsetzt.
Lichter-Show am Himmel. Wissenschaftler meinen, die Explosion könnte spektakuläre Lichterscheinungen, sog. Polarlichter, hervorbringen. Bild NASA
"Wenn alles gut geht, hätten die Menschen in Tasmanien nun die beste Chance in Richtung Süden einen rötlichen Schimmer am Himmel zu sehen", wie Glen Nagle von der Canberra Deep Space Communication Complex sagte. Wie www.examiner.com berichtet, haben im Norden die Instrumente am Bord des NASA Satelliten GOES-13 begonnen Aufzeichnung über die Auswirkungen des Sturms aufzuzeichnen, während das NOAA / USGS Magnetometer in Boulder, Colorado, in den letzten paar Stunde eine erhöhte Sonnenaktivität registrierte.
Solche Sonnenexplosionen haben das Potenzial, Stromnetzen und Kommunikationssatelliten zu schaden, sowie angeblich eine Explosion am 3. April den Satelliten Galaxy 13 aus seiner Umlaufbahn geworfen hat, und der dadurch zum unkontrolliert driftenden "Zombie Satellit" wurde. Der Britain's Daily Telegraph veröffentlichte im Juni, die wegweisenden Weltraumwissenschaftler würden glauben, dass die Erde in einem unvorhergesagtem Ausmaß durch Sonnenerruptionen getroffen werden würde, wenn sie so ca. im Jahr 2013 aus ihrem tiefen Schlaf erwacht.
Das letzte große Auflodern ereignete sich 2001 – danach ging die Sonne durch eine auffallend lange Ruhephase. Die letzten zwei Jahren war sie nahezu störungsfrei.
Verfasst von: www.australasianscience.com.au/ Perth, AU, den 4. Aug. 2010 Übersetzt von J. Pisjak
|