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HYSTERIE SCHWEINEGRIPPE - wenn Hysterie zur Katastrophe führt


Der Journalist Mag. Klaus Faissner weckt mit seinen logischen Gedanken und Recherchen zu mehr Bewusstheit mit einem gesunden Hausverstand auf.

Folgenden interessanten Artikel von dem Journalisten Mag. Klaus Faißner bekamen wir zugeschickt.


Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum Lachen.


DER FÜR DUMM VERAUFTE BÜRGER: Wer erinnert sich an SARS, Vogelgrippe, etc.? Waren das nicht auch schon alles „Killerviren“, die zig-Millionen Menschen dahinraffen würden? Worum geht es nun bei der so genannten „Schweinegrippe“ (ist sie das überhaupt?)? Geht es darum, verstaubte Schutzmasken loszuwerden, mit Tamiflu dem Ex-US-Außenminister Rumsfeld noch mehr Geld in die Taschen füllen oder darum, Ausgangssperren zu verhängen? Oder gar darum, uns alle zwangszuimpfen? Wie die Rinder bei der Blauzungenkrankheit?

EU-Verantwortliche haben angekündigt, binnen 100 Tagen einen Impfstoff auf den Markt zu bringen. Dann könnte überall das passieren, was in Deutschland gerade diskutiert wird:

„Wenn wir einen Impfstoff haben, dann ist es nur vernünftig und geboten allemal, dass alle geimpft werden bei uns im Land", sagte Staatssekretär Klaus Theo Schröder am Mittwoch in der ARD-Sendung "hartaberfair". http://www.orf.at/090430-37825/index.html

Tatsache ist: Die „Schweinegrippe“ hat nach offiziellen Angaben bisher 8 (!) Todesopfer in Mexiko gefordert und nicht wie bisher immer falsch berichtet wurde, weit über 100. Wegen 8 Menschen, die in Mexiko an einem Grippevirus gestorben sind, steht das öffentliche Leben still, werden Betriebe zwangsweise geschlossen und wird weltweit Panik verbreitet. Allen voran von der Weltgesundheitsorganisation WHO, die sich schon mehrmals in den Dienst der Konzerne gestellt hat. Weit, weit mehr Menschen sterben in Mexiko und überall anders an einer „normalen“ Grippe (alleine in Österreich ca. 3.000 Personen pro Jahr!). Dabei dürfte der nunmehrige „Killervirus“ harmloser sein als bei der jährlich wiederkehrenden Wintergrippe:

„So verwies etwa der Berliner Immunologe Stefan Kaufmann am Mittwoch auf das relativ niedrige Gefahrenpotenzial der Schweinegrippe. Er stufte sie als "vergleichsweise harmlos" ein: Nur etwa ein Prozent der Infizierten sei in Lebensgefahr. … Der Mikrobiologe der Universität Halle, Alexander Kekule, stellte ebenfalls das Ausmaß der Bedrohung durch das Virus infrage. Für ihn signalisieren die Todesfälle "ganz normale Todesraten in einem Schwellenland". Nach bisheriger Schätzung gebe es bei der Schweinegrippe etwa einen Toten pro 1.000 Infizierte, sagte Kekule.“ http://www.orf.at/090430-37825/index.html

Bereits einmal wurde gegen einen Schweinegrippe-Virus geimpft, nämlich 1976 in den USA: ca. 30 Menschen starben daran, tausende erkrankten am „Guillain-Barre-Syndrom“ (GBS). Bei dieser Störung des Immunsystems leiden die Patienten unter Lähmungen, die tödlich enden können.


Hier ein Kurier-Artikel dazu:

Wenn Hysterie zur Katastrophe führt

Nicht zum ersten Mal löst ein Schweinegrippe-Erreger Massenpanik aus. Schon 1976 wurde auf eine Grippewelle reagiert - leider falsch.

Schweinegrippe, Pandemie, Massenhysterie - alles schon mal da gewesen. Vor 33 Jahren, am 4. Februar 1976, starb ein junger US-Soldat in einer Kaserne in New Jersey an Grippe, 19 weitere waren krank und drei davon waren von denselben Viren befallen wie das Todesopfer. In der Laboranalyse zeigte sich, dass diese Unterart der Grippeviren starke Ähnlichkeit mit jenen hatte, die normalerweise nur Schweine befällt.

Diese Nachricht schlug in der wissenschaftlichen Kommune der Infektionsexperten ein wie eine Bombe: War die Grippe von den Schweinen auf die Menschen übergesprungen? Handelte es sich hier um eine mutierte Abart jener Viren, die im Nachkriegswinter 1918/19 jene weltweite Katastrophe ausgelöst hatte, in dessen Verlauf mehr Menschen starben als zuvor in vier Kriegsjahren?

Die Expertengremien tagten rund um die Uhr, die Zeit drängte und schließlich wurde gehandelt. Präsident Gerald Ford verkündete im Fernsehen, dass "jeder Mann, jede Frau und jedes Kind" in einer konzertierten Aktion gegen die tödlichen Epidemie geimpft werde. Ansonsten - so die dramatische Hochrechnung - würden noch im selben Jahr 1976 rund eine Million Amerikaner sterben.


Impfstoff lähmte Tausende Patienten

Obwohl es in der Kaserne in New Jersey bei dem einen Todesfall blieb und weitere fünfhundert infizierte Soldaten mit der Grippe leicht fertig wurden, lief die Produktion des im Hauruck-Verfahren zugelassenen Impfstoffes das ganze Jahr über auf Hochtouren, um im Herbst, wenn das tödliche Virus zweifellos wiederkommen würde, gerüstet zu sein.

Und schließlich startete die generalstabsmäßig vorbereitete Aktion. Gleich zu Beginn starben in Pittsburgh drei Geimpfte innerhalb weniger Stunden. Das wurde als tragischer Zufall angesehen, die Aktion lief weiter. Insgesamt 45 Millionen Impfungen wurden verabreicht, zahlreiche Nebenwirkungen traten auf. Doch das galt als notwendiger Preis, den es für die Abwendung einer Katastrophe eben zu zahlen galt. Bis im Dezember 1976 ein Zwischenbericht der Behörden erschien, der zeigte, dass die Nebenwirkungen ein enormes Ausmaß annahmen. Besonders alarmierend war das Auftreten Tausender Fälle von Guillain-Barre-Syndrom (GBS). Bei dieser Störung des Immunsystems leiden die Patienten unter Lähmungen, die tödlich enden können.


90 Millionen Schadenersatz

Am 16. Dezember wurde die Impfkampagne eingestellt. Die GBS-Opfer bekamen 90 Millionen Dollar Schadenersatz. Insgesamt hatte die Aktion 400 Millionen Dollar gekostet. Was die meisten Medizin-Experten für eine gute Idee gehalten hatten, ging stattdessen als "das große Schweinegrippen-Debakel" in die Annalen der Medizin ein.

Harvey Fineberg, Dekan der Harvard School of Public Health, gab in seiner abschließenden Analyse der Aktion auch einige Warnungen für die Zukunft mit: "Versprechen wir uns nicht zuviel von unseren Möglichkeiten", appellierte er, "denken wir stets auch an das Unerwartete und rechnen wir niemals damit, dass die Experten später - wenn die Dinge sich überraschend ändern - auch noch zu dem stehen, was sie vorher gemeinsam empfohlen haben."

Artikel vom 29.04.2009 13:00 | KURIER.at |



aus Kurier: http://kurier.at/nachrichten/314743.php
Leserbrief an den Kurier: http://kurier.at/service/versenden/


 
 
   
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