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MONSATO-GEN-FELDER WERDEN VON SUPERUNKRAUT HEIMGESUCHT - und der Clou ist, das Superunkraut ist Amarant! |
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Natur-Devas scheinen alles andere als zu schlafen. Sie sind den Genetikern von Monsanto um Längen voraus. Gentechnik wird nie eine Zukunft haben ...
Montag, 27. April 2009
Die Natur schlägt zurück:
Monsanto-Gen-Felder werden von Superunkraut heimgesucht!
USA - "Pigweed", Schweineunkraut, wird mehr und mehr zum Problem für den Gen-Anbau in den Kernländern des Agrarmultis Monsanto, sind es doch gerade jene Flächen, die mit genetisch veränderten Getreide-, Baumwoll- und Sojapflanzen in den südlichen US- Bundesstaaten, die trotz (oder gerade wegen ?) vermehrten Herbizideinsatz, von dem Superunkraut heimgesucht werden, gegen das kein Unkrautbekämpfungsmittel anzukommen scheint. Monsanto selbst hätte wohl ein perfekteres Unkraut schaffen können. Oder liegt genau in dieser Feststellung das Problem...?
Der neue Schädling ist resistent, omnipotent, dürreresistent, kann bis zu 10.000 Samen produzieren und weist zudem eine komplexe Genetik auf. Mit seinem bis zu drei Meter hohen Wachstum erstickt es im nu alle anderen Pflanzen in seiner Umgebung und bedroht so die Landwirtschaft ganzer Landstriche von Georgia über South Carolina, North Carolina, Arkansas, Tennessee, Kentucky und Missouri, die zuvor auf die genetisch veränderten Monsanto-Saaten umgestiegen waren. Selbst die Monsanto-Herbizid-Ikone "Roundup", das laut Statistik von neun von zehn US-Soja-Farmern verwendet wird, ist machtlos.
Monsantos Roundup enthält den Wirkstoff Glyphosat. Doch genau gegen diesen Wirkstoff, gegen den eigentlich nur die Monsanto-eigenen Saaten resistent sein sollten, ist nun auch das Schweineunkraut immun.
Bislang sind alleine im US-Bundesstaat Georgia 100000 Hektar stark vom Pigweed befallen und 29 Landkreise haben inzwischen dessen Resistenz gegen Glyphosat bestätigt, bestätigt der Unkraut-Spezialist Stanley Culpepper von der University of Georgia gegenüber dem Sender "France24.com".
Laut Alan York von der North Carolina State University wurden schon 2007 10.000 Hektar Anbaufläche im Macon County, dem Epizentrum der Explosion des Superunkrauts, aufgegeben.
Gegenüber "France 24" präsentierte Rick Cole von Monsanto indes eine umstrittene Lösung des Problems, indem er die Landwirte dazu ermutigte, auf andere Kulturen und die Verwendung verschiedener Marken von Herbiziden umzusteigen. Gemeint sind laut Monsanto Vertretern Glyphosat und ältere Herbizide wie 2,4-D (einem Bestandteil von "Agent Orange") zu mischen. Ein Herbizid also, das in Schweden, Dänemark und Norwegen verboten wurde, da es Hinweise darauf gibt, das durch dieses Unkrautbekämpfungsmittel Krebs, Fruchtbarkeitsschäden und psychischen Beeinträchtigungen verursacht werden.
Nach Angaben des britischen Bio-Siegels "Soil Association", war sich Monsanto schon 2001 sehr wohl über das Risikos der Superweeds im klaren und hält schon seit längerer Zeit ein Patent auf Herbizid-Mischungen, die mit Glyphosat-resistenten Unkräutern fertig werden: "Das Patent wird es dem Unternehmen ermöglichen, von einem Problem zu profitieren, das es zuvor von seinen eigenen Produkten erst erzeugt worden war ", so - laut France24.com", ein Bericht der Soil Association aus dem Jahr 2002.
Angesichts der Explosion des Unkrautes im Baumwolle- und Sojabohnenkulturanbau, kehren einige Landwirte mittlerweile wieder zu traditionellem Saatgutanbau zurück, obwohl Monsanto diesen Markt mit 80 Prozent Marktanteil (!) bislang noch dominiert - noch...
AUS: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/ Archiv: Baumwoll-Erntemaschine im Einsatz | Copyright: Agricultural Research Service
Auszug aus: http://www.france24.com/en/
God bless the humble pigweed. Pigweed is an edible member of the Amaranth family. We need to plant this ROUNDUP RESISTANT Pigweed alongside the High yield Amaranths and Quinoas. Allow them to cross pollinate and select the high yielders for ROUNDUO resistance. Repeat until Monsanto declares corporate bankruptcy. God has given us a tool, and edible glyphosphate resistant weed, to defeat the evil MonSatan corporate demon!
Peeling the pigweed onion: What pigweed is resistant to is glyphosate. Here is where glyphosate (#4 below), the most commonly used herbicide in the US, comes from - per wikipedia. You have to follow the steps backwards to find out what this stuff is made of.
4. Glyphosate is a broad-spectrum systemic herbicide. The active ingredient is the isopropylamine salt (#3) of glyphosate.
3. Isopropylamine is an organic compound. Isopropylamine can be obtained by aminating isopropyl alcohol (2) with ammonia in the presence of a nickel/copper or similar catalyst.
2. Isopropyl alcohol is produced by combining water and propene (1).
1. All propene is obtained from non-renewable sources; petroleum or natural gas deposits (and coal to a lesser extent). It is a fossil fuel.
No wonder the whole planet is poisoned. Between this stuff and plastics, isn't petroleum grand?
Pigweed or amaranth is also known as wild spinach. It is one of the healthiest and vibrant foods on the planet and I am thrilled that it is showing itself to be stronger than Monsanto's pesticides. Eat it as salad or cook it (cooks like spinach ). This wild weed is far too valuable and beneficial to be wasted as biofuel. The Georgia farmers are growing a gem. Send me some down to Florida - it does not flourish here as it does in colder parts of the world. I miss my wild spinach!
Neue Pleite für Genlobby
Agrokonzern Monsanto in Erklärungsnot:
IN SÜDAFRIKA ERNTEN BAUERN LEERE MAISKOLBEN Ursache sei angeblich ein Laborfehler des US-Unternehmens
von Wolfgang Pomrehn
 Greenpeace-Aktivist nimmt in der BRD auf einem Feld mit Gentech-Pflanzen eine Probe. Foto: Juergen Siegman / Greenpeace
Das sind Nachrichten, die ein weltweit führendes Saatgutunternehmen nicht so gern verbreitet sieht: In Südafrika schauen in diesem Jahr die Maisfarmer in die Röhre. Zumindest jene, die den Fehler gemacht haben, beim US-Konzern Monsanto einzukaufen. Nach einem Bericht der Internetausgabe der südafrikanischen Sonntagszeitung Rapport hat die gentechnisch veränderte Maissaat Monsantos auf 82000 Hektar nahezu sterile Pflanzen hervorgebracht. Das Getreide sei normal gewachsen, zeige auch keinerlei Schädlings- oder Pilzbefall, hieß es. Nur die Kolben enthielten sehr wenige oder gar keine Körner. 280 von 1000 Bauern, die drei gentechnisch veränderte Monsanto-Sorten ausgesät hatten, seien betroffen. Der besondere »Clou«: Den Pflanzen war nicht nur die Resistenz gegen ein Unkrautvernichtungsmittel – natürlich eines von Monsanto – gentechnisch eingebaut worden, die Manipulationen sollten auch zu vermehrtem Ertrag führen.
Bis 80 Prozent Verlust
Betroffen sind vermutlich zwischen drei und vier Prozent der südafrikanischen Ernte, wenn man die gesamte Maisanbaufläche des Landes von 2008 zugrunde legt. Umweltschützer forderten eine Untersuchung durch die Regierung und ein sofortiges Verbot aller gentechnisch manipulierten Nahrungsmittel. Letztere sind in Südafrika weit verbreitet, ohne daß es eine Kennzeichnungspflicht gibt. Rapport zitiert Marian Mayet vom »Afrika-Zentrum für Biologische Sicherheit« in Johannesburg. Die geht davon aus, daß der Verlust bei einigen Bauern 80 Prozent betrage. Es könne nicht sein, daß ein einziger Fehler in einem Laboratorium, von dem Monsanto spricht, zu so großen Ausfällen bei gleich drei Sorten führte. Der Fehler sei die Gentechnik, so Mayet.
Monsanto bemüht sich unterdessen, die Wogen zu glätten. Während ein Konzernsprecher meint, der Verlust betrage »weniger als 25 Prozent«, hat man den betroffenen Bauern unaufgefordert Kompensation angeboten. Sprecher von Bauerngenossenschaften zeigten sich mit den versprochenen Entschädigungen gegenüber Rapport zufrieden. Andererseits gibt es auch in der südafrikanischen Bevölkerung Vorbehalte gegen gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel. Die Handelskette Woolworth, die dort auch Lebensmittel verkauft, hat derartige Produkte bereits im Jahre 2000 aus dem Angebot genommen. Mais gehört in Südafrika zu den Grundnahrungsmitteln und wurde 2008 auf 2,8 Millionen Hektar angebaut. 57 Prozent der Fläche wurden mit gentechnisch veränderten Sorten bestellt, die vor allem aus den Monsanto-Laboren stammten. In den meisten anderen afrikanischen Ländern darf Genmais nicht angebaut werden. Während der Regierungszeit von George W. Bush hatten US-Hilfsorganisationen wiederholt versucht, Hungerkrisen auszunutzen, um gentechnisch veränderten Mais in afrikanische Länder zu exportieren. Der wurde zwar meist als Nahrungsmittelhilfe deklariert, aber die Organisationen weigerten sich, diese auf Verlangen der jeweiligen Regierungen als Mehl anzuliefern, so daß er nicht hätte ausgesät werden können.
Weiterer Vormarsch
Im bevölkerungsreichsten Land des Kontinents, in Nigeria, scheint das Gentechnikverbot derweil auf der Kippe zu stehen, wie die dort erscheinende Zeitung Vanguard berichtet. Die Regierung in Abuja plant offensichtlich, gentechnisch veränderten Mais zur Aussaat an Bauern auszugeben. Die Gruppe Environmental Rights Action (ERA, Aktion für Umweltrechte), eine Schwesterorganisation des deutschen Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), wirft den Behörden vor, damit gegen die Gesetze und das Vorsorgeprinzip der Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt zu verstoßen. »Die Ausgabe des Saatguts an nigerianische Bauern ist der Höhepunkt eines systematischen Versuchs, mit dem profitorientierte Biotech-Unternehmen uns diktieren wollen, was wir anbauen, ernten und essen«, sagte ERA-Direktor Nnimmo Bassey gegenüber Vanguard. Alle Argumente, die das Landwirtschaftsministerium anführe, stammten demnach aus einem längst disqualifizierten Bericht einer internationalen Gentechnik-Lobbyorgansiation.
Unterdessen hat Monsanto in Deutschland einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Braunschweig gegen das vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit verfügte Ruhen der Genehmigung für den Anbau und Verkauf der Genmaissorte Mon810 gestellt. Hintergrund ist das vergangene Woche von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ausgesprochene Verbot dieser genmanipulierten Sorte (jW berichtete). Die Ministerin reagierte auf den Antrag gelassen, sie hatte von einer Schutzklausel in der entsprechenden EU-Verordnung Gebrauch gemacht. Vor Deutschland hatten bereits Frankreich, Österreich, Griechenland, Ungarn und Luxemburg Mon810 verboten. Aigners Parteifreund und Amtsvorgänger Horst Seehofer hat inzwischen – mit Blick auf die anstehenden Wahlen und die rumorende bäuerliche Parteibasis – gefordert, die EU-Kommission solle sich ganz aus der Frage der Genehmigung von genmanipulierten Sorten heraushalten.
Artikel vom 25.04.2009 Original auf: http://www.jungewelt.de/2009/04-25/023.php
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