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Tiere können Fairness beurteilen - ein Artikel von David Gutierrez


Fairness und Gerechtigkeit sind sehr zweckdienliche Verhalten zur Entwicklung der Art.

Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen, die das Konzept von Fairness verstehen. Das ergab eine Untersuchung, die kürzlich bei der 122. Jahreskonferenz des amerikanischen Psychologen-Verbands vorgestellt wurde. Fairness ist besonders interessant für Forscher, die die Evolution sozialen Verhaltens studieren und untersuchen, in welchem Ausmaß Kooperation in die Gene verschiedener Tiere, auch des Menschen, eingebaut ist.

Auch wenn es oft so aussieht, als gäbe Egoismus jemandem die besten Chancen, seine Gene im Vergleich zu anderen vollständiger an die nächste Generation weiterzugeben, haben Forscher gezeigt, dass Kooperation in vielen Fällen die evolutionäre Fitness eines Organismus eher stärkt als Egoismus.

Die Idee von Fairness zu verstehen, kann eine Vorbedingung für die Entwicklung komplexer kooperativer Beziehungen sein.

Hunde erkennen Fairness, übernehmen sie aber nicht

Bei ihrem Vortrag »Fair ist gut, aber mehr ist besser: Grenzen der Ungerechtigkeits-Aversion beim Haushund«, stellte Alexandra Horowitz vom Barnard College ihre Untersuchung über Fairness-bezogenes Verhalten bei Hunden vor.

Horowitz und Kollegen führten die Studie nacheinander an 38 Hunden durch. Jeder Hund hatte zur selben Zeit wie ein Kontrollhund Umgang mit mehreren Trainern. Die Trainer belohnten die Kontrollhunde entweder zu sehr oder zu wenig, oder aber sie belohnten beide Hunde fair.

Sobald die Hunde die Trainer kannten, durften sie wählen, zu welchem Trainer sie gingen; andere Hunde waren nicht anwesend. Die Hunde zeigten eine klare Vorliebe für Trainer, die den Kontroll-Hund zu sehr belohnt hatten, aber keine Vorliebe für die fairen Trainer oder diejenigen, die zu wenig belohnten.

Frühere Studien, bei denen nur die zu geringe Belohnung untersucht worden war, hatten gezeigt, dass Hunde Trainer mieden, die sie als unfair empfanden. Die neuere Studie legt den Schluss nahe, dass Hunde Ungerechtigkeit zwar erkennen, aber keine Bedenken haben, sie in der Hoffnung auf eine größere Belohnung auszunutzen.

Auffällig war die Wahrscheinlichkeit, dass der faire Trainer vorgezogen wurde, bei älteren Hunden deutlich höher als bei jüngeren Hunden. Das wurde als Hinweis gewertet, dass Hunde mit der Zeit durch die langfristige Beziehung zu Menschen eine Vorliebe für Fairness entwickeln.

Die Forscher betonten, dass Hunde nicht nur von hochgradig sozialen Wildtieren abstammen, sondern auch aktiv dafür gezüchtet werden, kooperativ mit Menschen zusammenzuarbeiten.

Primaten verweigern unfaire Spiele

In einem weiteren Vortrag »Reaktion auf Ungerechtigkeit bei nicht-menschlichen Primaten« sprach Dr. Sarah Brosnan von der Georgia State University über verschiedene andere Studien an unseren nächsten nicht-menschlichen Verwandten.

Mehrere dieser Studien zeigten, dass viele Primaten-Arten sich weigern, an Unternehmungen teilzunehmen, bei dem ihrem Gefühl nach ein anderes Tier unfair bevorzugt wird.

Bei einer Studie beispielsweise, die 2003 in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde, brachten Dr. Bosnan und Kollegen Kapuzineraffen bei, menschlichen Trainern Kieselsteine zu übergeben, als Belohnung erhielten sie etwas zu essen. Die Tiere waren immer in Zweierkäfigen untergebracht, sodass der eine Affe sehen konnte, wie der andere behandelt wurde.

Wenn ein Affe für dieselbe Aufgabe mit einer Weintraube (mehr begehrenswert) belohnt wurde, einem anderen aber nur ein Stück Gurke (weniger begehrenswert) angeboten wurde, weigerte sich der Affe, dem die Gurke angeboten wurde, oftmals, weiter an dem Versuch teilzunehmen. Beispielsweise weigerte er sich, den Kieselstein zu übergeben oder die Gurke anzunehmen, oder er warf sogar offensichtlich verbittert Kieselstein oder Gurke auf den Boden.

Dieses Verhalten beobachtet man normalerweise nicht bei Affen, die ihre Behandlung nicht mit der eines anderen Tieres vergleichen.

Die Affen reagierten doppelt so häufig negativ in Fällen, wo sie sahen, dass der andere eine Weintraube erhielt, ohne überhaupt einen Stein übergeben zu haben. In ähnlichen Studien zeigten Schimpansen ein vergleichbares Verhalten.

Ein klares Verständnis von Fairness habe unseren Vorfahren im Verlauf der Evolutionsgeschichte vermutlich geholfen, sagte Dr. Brosnan. »Dass wir diesen Sinn für Ungerechtigkeit bei nicht-menschlichen Primaten finden, impliziert, dass es ein gewachsenes Verhalten und sehr zweckdienlich ist.«

 

Beitrag entnommen aus: http://info.kopp-verlag.de

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

newswise.com

google.com

springer.com

nytimes.com

 

 

 
 
   
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