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WARUM STEVIA IN EUROPA VERBOTEN IST - Bericht von David Amrein, Clark-Institut, Schweiz |
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Ob diese Süssstoffe ungefährlich sind, wird seit langer Zeit kontrovers diskutiert. Von den 90 unabhängigen Studien aber kamen 89 (!!) zum Schluss, ..
Seit Übergewicht wie ein Buschbrand um sich greift mit all seinen Nachfolgeproblemen, welche unter dem Begriff "metabolisches Syndrom" zusammengefasst werden (Diabetes, Bluthochdruck, hohe Cholesterin und Blutfett Werte), werden mehr und mehr Süssstoffe verwendet.
Ob diese Süssstoffe ungefährlich sind, wird seit langer Zeit kontrovers diskutiert. Inzwischen gibt es zu den gängigen Süssstoffen, v.a. Aspartam, eine ganze Anzahl Studien. Ein unabhängiger Experte hat Medline nach allen verfügbaren Studien durchsucht und 164 Studien zu Aspartam gefunden. Davon waren 74 von der Industrie finanziert: diese kamen alle zum Schluss, dass Aspartam ungefährlich sei. Die 6 von der US Behörde FDA finanzierten Studien k amen auch alle zum Schluss, dass Aspartam ungefährlich sei. Von den 90 unabhängigen Studien aber kamen 89 (!!) zum Schluss, dass Aspartam nicht ungefährlich sei (Referenz: http://www.holisticmed.com/aspartame/100.html .) Wie Aspartam je von der FDA zugelassen wurde, erfahren Sie hier: http://www.rense.com/general33/legal.htm.
Auch der erst vor einigen Jahren zugelassene Süssstoff Sucralose wurde schon kritisiert, allerdings mehr wegen der umweltschädigenden Wirkung, da der Stoff biologisch schlecht abbaubar ist.
Die Retterin in der Not könnte die Pflanze Stevia sein, auch Honigkraut oder Süsskraut genannt. Diese Pflanze enthält einen natürlichen Süssstoff, der 300 Mal stärker als Zucker ist. In Südamerika wird das Süsskraut schon lange traditionell genutzt, in den USA und Asien seit vielen Jahren als natürlicher Süssstoff. In der EU ist Stevia verboten, ebenso in der Schweiz. Selbst liberale Länder wie Holland haben verstärkt Kontrollen durchgeführt, um kleinen Firmen, die Stevia in Blattform oder gemahlen anbieten, auf die Pelle zu rücken.
Wieso ist Stevia in Europa verboten? Monsanto, der Hersteller von Aspartam (!!), hat 1984 eine Studie über Stevia erstellen lassen, welche an der "gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Stevia 'erhebliche Zweifel' auftat" (vgl. Wikipedia Artikel unten verlinkt). Bis zum heutigen Tag erachten es die europäischen Behörden als nicht erwiesen, dass Stevia unbedenklich ist. Aspartam ist hingegen zugelassen und wir in rauen Mengen in Nahrungsmitteln verwendet.
Wikipedia Artikel über Stevia: http://de.wikipedia.org/wiki/Stevia_(S %C3%BC%C3%9Fstoff).
Artikel über Stevia in der Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4109&Alias=wzo&cob=293045¤tpage=1.
Mein Kommentar:
ich finde es absolut richtig, dass eine Behörde vorsichtig dabei ist, einen Stoff generell als Zusatzstoff in allen Nahrungsmitteln zuzulassen. Doch ist das Schicksal von Aspartam verglichen mit Stevia ein gutes Beispiel dafür, wie eine proprietäre Formel mit grossem Budget durchgeboxt wird trotz aller Bedenken, indem man einfach genügend Studien finanziert. Die industriegesponserten Studien zeigen ja meist das auf, was sie sollen. Stevia ist nicht patentierbar und hat daher keine so starke Lobby. Es ist gut möglich, dass Stevia in Europa noch lange verboten bleibt, obwohl es eine Interessengemeinschaft gibt, die sich um die Zulassung von Stevia kümmern will.
Was besonders kurios erscheint, ist dass sich die Behörde nicht nur mit der Ablehnung von Stevia als Nahrungsmittelinhaltsstoff begnügt hat, sondern nachher über Verhältnis grosse Anstrengungen unternommen wurden, um den kleinen Firmen, die Stevia vertreiben, zuzusetzen. Selbst unser Versandlager in Holland hatte schon Besuch von Inspektoren, die speziell auch ihr Augenmerk darauf richteten, ob wir nicht womöglich Stevia verkaufen (wir verkaufen kein Stevia). Man muss sich wirklich fragen, ob die Behörden nichts besseres zu tun haben, und solche Auswüchse verführen einen auch immer wieder zu wilden Vermutungen, wie es zu solchen Behördenauswüchsen kommen kann.
Bericht von David Amrein vom Dr. Clark-Institut, Schweiz |
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