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WEISSES GOLD PUDER 1 - Ein Vortrag von David Hudson gehalten in Portland, Oregon, USA, 28. Juli 1995 - aus Nexus, Ausgabe 11, Juni/Juli 2007 |
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Eine schwer fassbare Gruppe von Substanzen widerlegt orthodoxe Wissenschaft und Medizin. Ein bevorstehendes Wunder des neuen Jahrtausends?
Mein Name ist David Hudson. Ich bin gebürtig aus Phoenix und stamme aus einer alten Familie, die seit drei Generationen in der Gegend von Phoenix lebt. Wir sind eine alte und sehr konservative Familie. Ich habe einen ultrakonservativen rechten Hintergrund. Für diejenigen von Ihnen, die von der John-Birch-Gesellschaft gehört haben, Barry Goldwater, diesen ultrarechten Rush-Limbaud-Konservativen; aus diesem Umfeld stamme ich. Ich sage nicht, dass es gut oder schlecht ist, es ist einfach mein Hintergrund.
Als ich mit dieser Arbeit begann, hatte ich keinerlei Vorstellung davon, wohin sie mich führen würde. 1975-76 war ich sehr unglücklich mit dem Bankensystem hier in den Vereinigten Staaten. Ich bewirtschaftete ungefähr 28 Hektar in der Gegend von Phoenix, im Yuma-Tal. Ich war eine sehr großspurige, materialistische Person und bewirtschaftete dieses riesige Land. Ich hatte jede Woche vierzig Mann auf meiner Lohnliste, einen Kreditrahmen von vier Millionen bei der Bank, fuhr Mercedes Benz und besaß ein Haus von 5.000 Quadratmetern. Ich war ein echter Materialist. 1975 machte ich eine Analyse von natürlichen Stoffen hier in der Gegend, wo ich meine Farm hatte. Sie müssen verstehen, dass wir im Staat Arizona in der Landwirtschaft ein Problem mit Natrium im Boden haben. Diese stark natriumhaltige Erde, die auf dem Boden wie Schokoladeneis aussieht, ist trocken und schwarz. Sie knirscht, wenn man darüber läuft. Wasser kann in diesen Boden nicht eindringen. Wasser kann das Natrium nicht aus dem Boden auswaschen. Er wird schwarzes Alkali genannt.
Wir gingen nun in die Kupferminen im Staat Arizona und kauften 93-prozentige Schwefelsäure. Für diejenigen unter Ihnen, die das nicht wissen: Die Batteriesäure in Ihrem Auto enthält 40-60 Prozent Säure. Dies war 93-prozentige Schwefelsäure; eine sehr, sehr hohe Konzentration. Wir schafften Lastwagen- und Anhängerladungen von dieser Schwefelsäure zu meiner Farm heran, und ich brachte 30 Tonnen davon in den Boden auf meine Äcker ein. Wir gruben 15 cm breite Furchen in den Boden, die 7,5 bis 10 cm tief in die Erde eindrangen. Als wir die Felder bewässerten (und nichts wächst in Arizona, wenn man nicht bewässert), fing der Boden tatsächlich an, Blasen zu werfen und zu schäumen – wegen der Schwefelsäure-Reaktion. Dieser Prozess wandelte das schwarze Alkali in wasserlösliches weißes Alkali um. So bekamen wir nach anderthalb bis zwei Jahren ein Feld, auf dem man tatsächlich Anbau betreiben konnte.
Bei meiner Arbeit mit diesen Böden war es sehr wichtig, dass eine Menge Calcium in Form von Calciumcarbonat darin enthalten war. Das Calciumcarbonat wirkte als Puffer für all die Säure, die wir den Böden zuführten. Hat man nicht genug Calcium, steigt der Säuregehalt des Bodens an, man bekommt einen PH-Wert von 4-4,5, und alle Spurenelemente werden gebunden. Wenn du deine Baumwolle anbaust, erreicht sie nur eine bestimmte Größe und wächst dann nicht mehr weiter. Reichert man die Böden derart mit Zusatzstoffen an, ist es wichtig zu wissen, wie die Böden zusammengesetzt sind: wie viel Eisen enthalten ist, wie viel Calcium usw.
Beim Analysieren dieser natürlichen Stoffe stolperten wir über ein Material, von dem uns anscheinend niemand erklären konnte, was es war. Wir begannen, diesem Material nachzuspüren und fanden heraus, dass es von einer spezifischen geologischen Struktur zu stammen schien. Was immer das Problem mit diesem Material war, wir dachten, dass der beste Platz, es zu untersuchen, die Gegend sei, wo es in der größten Menge vorkommt. Wir nahmen das Material mit zur chemischen Untersuchung, verdünnten es und erhielten eine blutrote Lösung. Als wir dieses Material jedoch chemisch ausfällten, wobei wir als Reduktionsmittel Zinkpulver verwendeten, kam das Material als schwarzer Niederschlag heraus, gerade so, wie man es von einem Edelmetall erwarten könnte. Ein Edelmetall löst sich nicht wieder in Säure auf, wenn man es chemisch aus der Säure herausgeholt hat.
Wir fällten also dieses Material aus dem Schwarzen aus, nahmen das Material und trockneten es. Beim Trockenprozess nahmen wir einen großen Porzellantrichter, der Büchner-Trichter genannt wird, mit Filterpapier darauf. Das Material wurde ungefähr 0,67 cm dick auf das Filterpapier aufgetragen. Zu dieser Zeit hatte ich keinen Trockenofen, daher setzte ich es einfach dem Arizona-Sonnenschein aus, der 115 Grad Fahrenheit (etwas über 46° Celsius) bei fünf Prozent Luftfeuchtigkeit hatte, es trocknete also wirklich schnell.
Was passierte war, dass das Material nach dem Trocknen „explodierte“. Es explodierte anders als jede andere Explosion, die ich in meinem Leben gesehen hatte – und ich habe mit einer Menge explosiver Materialen gearbeitet. Es gab keine Explosion, und es gab keine Implosion. Es war so, als ob jemand 50.000 Blitzlichtbirnen gleichzeitig gezündet hätte – einfach „Puff!“ Das ganze Material war verschwunden, das Filterpapier war weg, und der Trichter war gesprungen.
Ich nahm daraufhin einen brandneuen Bleistift, der noch nie angespitzt worden war, stellte ihn aufrecht in die Nähe des Trichters und begann, eine weitere Probe zu trocknen. Als das Material detonierte, verbrannte es 30 Prozent des Bleistifts, aber warf den Bleistift nicht um. Erneut war die gesamte Probe weg. Also handelte es sich dabei weder um eine Explosion noch um eine Implosion. Es war wie eine enorme Freisetzung von Licht.
Es war so, als ob man diesen Bleistift neben einen Kamin gestellt hätte und nach 20 Minuten sehen würde, wie er an einem Ende qualmt und brennt. So sah der Bleistift direkt nach dem Blitz aus. Dies verblüffte mich nun wirklich. Was auch immer dieser Stoff war, er war gefährlich. Wir fanden heraus, dass er nicht explodierte, wenn wir ihn ohne Sonnenlicht trockneten; aber wenn wir ihn im Sonnenlicht trockneten, explodierte er.
Also nahmen wir etwas von dem Pulver, das ohne Sonnenlicht getrocknet worden war, und entschieden, dass wir es einer sogenannten Schmelzreduktion unterziehen würden. Dazu nimmt man einen Schmelztiegel (der wie ein großes Trinkglas aus Porzellan aussieht), mischt das Pulver mit Blei und Flussmittel und erhitzt das Gemisch, bis das Blei schmilzt. Dabei sollten die Metalle, die schwerer als Blei sind, im Blei verbleiben und alle die, die leichter sind, müssten ausgeschwemmt werden. Soweit die grundlegende Voraussetzung für Feuerproben zur Feststellung des Metallgehalts, die seit Jahrhunderten auf diese Art durchgeführt werden.
Eigentlich sollten also Gold und Silber im Blei verbleiben, während die leichten Elemente aus dem Blei heraustreten müssten.
Nun, dieses Metall sackte auf den Boden zum Blei ab, als ob es Gold oder Silber wäre. Es schien dichter als Blei zu sein. Als wir die Schlacke ausgossen, nahm sie alles außer den Edelelementen mit. Dann gossen wir das Blei aus, und unser ominöses Material befand sich auf dem Grund des geschmolzenen Bleis. Es war von ihm getrennt. Aber als wir das Material auf eine Knochenasche-Kupelle [ein tiegelartiges Gefäß aus Calciumphosphat zur Trennung edler und unedler Metalle] aufbrachten, saugte sich das Blei in die Kupelle und hinterließ eine Perle aus Gold und Silber. Zumindest hätte es Gold und Silber sein sollen.
Wir brachten diese Perle zur Analyse in alle kommerziellen Laboratorien, und sie sagten: „Dave, das ist nichts anderes als Gold und Silber.“ Merkwürdig nur, dass diese Perle wie Glas zersprang, wenn ich mit einem Hammer draufschlug. Legierungen für Gold und Silber sind aber immer weich. Gold und Silber lösen sich problemlos ineinander auf und bilden stabile Lösungen. Sie sind beide sehr weiche Elemente, und daher ist eine Legierung aus Gold und Silber weich und formbar, wenn nichts anderes enthalten ist. Man könnte sie flach hämmern und einen Pfannkuchen daraus machen. Dieses Material jedoch zersprang wie Glas. Ich sagte: „Hier geht etwas vor sich, das wir nicht verstehen. Etwas Ungewöhnliches geschieht hier.“
Also nahmen wir diese Perlen aus Gold und Silber und trennten das Gold und Silber chemisch. Was wir übrig behielten, war ein Haufen schwarzes Zeug. Als ich diesen schwarzen Stoff in die kommerziellen Laboratorien brachte, sagte man mir, es sei Eisen, Silicium und Aluminium. Ich sagte: „Dies kann nicht Eisen, Silicium und Aluminium sein. Zu allererst kann man es in keinerlei Säuren oder Basen auflösen, wenn es einmal völlig trocken ist. Es löst sich nicht in rauchender Schwefelsäure, es löst sich nicht in Salpetersäure, es löst sich nicht in Salzsäure. Obwohl sich darin sogar Gold auflöst, kann sie diesem schwarzen Stoff nichts anhaben.“ Ich dachte mir, dieses Material ist wirklich merkwürdig. Niemand konnte mir sagen, was es war. Es musste aber doch eine Erklärung geben!
Schließlich ging ich zur Cornell-Universität. Ich sagte mir, wir müssen in dieses Problem einfach etwas Geld investieren. So ging ich und engagierte einen Akademiker in Cornell, der sich als Experte auf dem Gebiet der Edelmetalle ansah. Ich vermutete, dass wir es mit Edelmetallen zu tun hatten. Ich sagte, dass ich wissen wolle, was das sei. Ich bezahlte ihm die Reise nach Arizona. Er sah sich das Problem an. Er sagte: „Wir haben da in Cornell eine Maschine, die eine Analyse machen kann bis hinunter auf Teilchen pro Milliarde. Sie lassen mich dieses Material nach Cornell mitnehmen, und ich werde Ihnen genau sagen, was Sie da haben, ganz genau. Außer in dem Fall, dass es Chlor, Brom oder eins der leichteren Elemente wäre, dann könnten wir es nicht analysieren. Aber wenn es irgendwas oberhalb von Eisen ist, werden wir es finden.“ Als er zurückkehrte, erzählte er mir, es handele sich um Eisen, Silicium und Aluminium.
Ich sagte: „Doktor, haben Sie ein chemisches Labor hier in der Nähe, das wir mieten könnten?“ Er bejahte. Ich sagte: „Gehen wir in das Chemielabor.“ Wir arbeiteten den ganzen restlichen Tag in dem Chemielabor, und wir schafften es, alles Silicium, alles Eisen und alles Aluminium zu entfernen. Wir hatten noch 98 Prozent der Probe und das war ein reines Nichts. Ich sagte: „Sehen Sie, ich kann dies in meiner Hand halten, ich kann es wiegen, ich kann chemische Reaktionen damit durchführen. Es ist etwas. Ich weiß, dass es etwas ist. Es ist nicht nichts.“
Er sagte: „Das Absorptions- oder Emissionsspektrum stimmt mit nichts überein, was wir in unsere Instrumente programmiert haben.“ Ich sagte: „Wir haben hier etwas, und ich werde herausfinden, was.“ Und er meinte: „Mr. Hudson, warum geben Sie uns nicht eine 350.000-Dollar-Spende und wir werden graduierte Studenten dransetzten, es genauer zu untersuchen.“ Nun, ich hatte diesem Mann schon 22.000 US-Dollar gezahlt, weil er behauptet hatte, er könnte alles analysieren – was sich als Trugschluss herausstellte. Er bot nicht an, irgend etwas von meinem Geld zurückzuzahlen. Ich sagte: „Sir, ich weiß nicht, was Sie den Leuten hier bezahlen, aber wir bezahlen den Leuten auf meiner Farm den Mindestlohn, und ich kann aus 350.000 US-Dollar viel mehr machen als Sie. Deshalb werde ich zurückfahren und die Arbeit selbst machen.“
Ich kehrte völlig desillusioniert zurück nach Phoenix. Die Wissenschaftler hatten mich nicht überzeugt. Auch die Leute, denen ich Geld bezahlt hatte, hatten mich nicht überzeugt. Ich fand heraus, dass es einfach ein großes System ist, in dem sie die graduierten Studenten arbeiten ließen, um Papier auszuwerfen. Sie produzieren nur hohle Worte, aber die Regierung bezahlt sie für jedes Papier, das sie schreiben – also bekommen sie ihr Geld aufgrund der Anzahl von Papieren, die sie herausgebracht haben. Sie sagen alle das Gleiche, sie formulieren es nur um und bringen dann ein weiteres Schriftstück heraus. Es ist wirklich desillusionierend, wenn man herausfindet, was die Akademiker eigentlich machen.
Glücklicherweise fragte ich in der Gegend von Phoenix herum, und hörte von einem Mann, der ein Spektroskopist war. Er war in Westdeutschland am Institut für Spektroskopie ausgebildet worden. Er war leitender Techniker der Firma Lab Test in Los Angeles, die spektroskopische Ausrüstungen baut. Er war der Mann, der sie plante, entwarf, baute, an Ort und Stelle installierte und in Gang setzte. Das war nicht einfach nur ein Techniker. Hier war der Mann, der wusste, wie die Maschine arbeitet.
Ich suchte ihn mit einem Buch im Gepäck auf, das der erste Feuerproben-Mann mir gegeben hatte. Es trug den Titel: „Die Analytische Chemie der Elemente der PlatinGruppe“ von Ginsberg. Es war von der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften herausgebracht worden. In diesem Buch stand, dass man diese Elemente 300 Sekunden lang verbrennen müsste, damit sie angezeigt würden.
Für diejenigen unter Ihnen, die noch nie Spektroskopie gemacht haben: Dazu benötigt man eine Kohleelektrode, die am oberen Ende eine Mulde hat. Man trägt das Pulver auf diese Elektrode auf, hält die andere Elektrode darüber und erzeugt einen Lichtbogen. In ungefähr 15 Sekunden verbrennt die Kohle bei dieser hohen Temperatur – die Elektrode ist weg, und Ihre Probe ebenso. Also machen alle Laboratorien in diesem Land eine Verbrennung von 15 Sekunden und geben dir dann die Ergebnisse. Laut der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften verhält sich die Siedetemperatur von Wasser zur Siedetemperatur von Eisen genau wie die Siedetemperatur von Eisen zur Siedetemperatur dieser Elemente.
Wie Sie vom Autofahren wissen, wird die Temperatur Ihres Automotors nie höher sein als die Siedetemperatur von Wasser. Es sei denn, das Wasser im Motor wäre aufgebraucht. Wenn man Wasser in einer Pfanne auf dem Herd erhitzen würde, könnte die Pfanne nie heißer werden als die Kochtemperatur des Wassers. Sobald das Wasser verdampft ist, schießt die Temperatur nach oben.
Das heißt, solange Eisen enthalten ist, kann die Temperatur der Probe nie heißer werden als die Siedetemperatur des Eisens. Wenn das Eisen verbraucht ist, kann man diesen Stoff erhitzen. Es ist nun schwer zu erfassen, wie etwas, das eine so hohe Siedetemperatur wie Eisen hat, sich für diese Elemente wie Wasser verhält, aber es ist so. So mussten wir tatsächlich eine Anregungskammer entwerfen und bauen, in der Argon-Gas so um diese Elektrode gebracht werden konnte, dass kein Sauerstoff und keine Luft an die Kohleelektrode gelangen konnte, und wir nicht eine Verbrennung von 15, sondern von 300 Sekunden Dauer durchführen konnten. Gemäß der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften war dies die Zeitdauer, während der wir die Probe verbrennen mussten.
Wir bauten es auf, wir eichten, wir veränderten die Maschine, wir führten alle für die Ergebnisse notwendigen Analysen durch, wir überprüften alle Spektrallini en auf diesem dreieinhalb Meter-Apparat. Nur damit Sie eine Vorstellung von der Größe und Genauigkeit des verwendeten Prismas haben: Die meisten Universitäten haben ein anderthalb Meter-Gerät. Dieses hier war ein dreieinhalb Meter-Apparat. Eine riesige Maschine. Sie füllte die ganze Garage aus. Sie war ungefähr neun Meter lang und zwischen zweieinhalb und drei Metern hoch.
Als wir dieses Material die ersten 15 Sekunden durchlaufen ließen, erhielten wir Eisen, Silicium, Aluminium, kleine Spuren von Calcium, Natrium, etwas Titan hier und da und dann wurde es still, und nichts wurde mehr angezeigt. Am Ende der 15 Sekunden erhielten wir also nichts. 20 Sekunden, 25 Sekunden, 30 Sekunden, 35 Sekunden, 40 Sekunden – noch immer nichts. 45 Sekunden, 50 Sekunden, 55 Sekunden, 60 Sekunden, 65 Sekunden – aber wenn man durch das farbige Glas blickte, saß da auf der Kohleelektrode diese kleine Kugel aus weißem Material. Da war immer noch etwas drin.
Bei 70 Sekunden, genau wie es die Sowjetische Akademie der Wissenschaften gesagt hatte, begann die Anzeige von Palladium. Und nach dem Palladium wurde Platin angezeigt. Nach Platin war es, glaube ich, Rhodium. Nach Rhodium wurde Ruthenium angezeigt. Nach Ruthenium dann Iridium, und nach dem Iridium lasen wir Osmium ab.
Ich für meinen Teil kannte diese Elemente nicht. Ich hatte von Platin gehört, Platinschmuck, aber was waren diese anderen Elemente? Nun, es gibt sechs Elemente in der Platin-Gruppe im Periodischen System, nicht nur Platin. Man hat sie nicht gleichzeitig entdeckt, daher sind sie nacheinander hinzugefügt worden. Es sind alles Elemente, genau wie Eisen, Kobalt und Nickel. Es gibt drei leichte Platinmetalle, nämlich Ruthenium, Rhodium und Palladium. Osmium, Iridium und Platin sind schwere Platinmetalle.
Wir fanden heraus, dass Rhodium einen Marktpreis von 3.000 Dollar pro Unze hat. Gold wird für ungefähr 400 Dollar pro Unze verkauft. Iridium für ungefähr 800 Dollar pro Unze, und Ruthenium wird für 150 Dollar pro Unze verkauft.
Wir sagten: „Mann, das sind ziemlich wertvolle Materialien, nicht wahr?“ Sie waren wirklich wertvoll, zumal das bekannteste Lager der Welt gerade in Südafrika abgebaut wird. In dieser Lagerstätte muss man einen Kilometer in die Erde gehen, um eine 45 Zentimeter-Schicht von diesem Zeug zu schürfen. Wenn man es dann rausholt, enthält es gerade mal eine Drittelunze pro Tonne von diesen Elementen.
Unsere Analyse führten wir zweieinhalb Jahre lang durch. Wir prüften sie wieder und wieder; wir überprüften jede Spektrallinie, wir prüften jede mögliche Überlagerung, wir untersuchten jeden Aspekt davon. Wir sortierten Äpfel nach Äpfeln, Orangen nach Orangen, Bananen nach Bananen. Wir wollten genaue Entsprechungen.
Als wir fertig waren, war der Mann in der Lage, eine quantitative Analyse zu machen und sagte: „Dave, du hast pro Tonne zwischen sechs und acht Unzen Palladium, 12-13 Unzen Platin, 150 Unzen Osmium, 250 Unzen Ruthenium, 600 Unzen Iridium und 800 Unzen Rhodium. Oder insgesamt ungefähr 2.400 Unzen pro Tonne, während das bestbekannte Lager der Welt eine Drittelunze pro Tonne hat.“
Wie Sie sehen können, war diese Arbeit nicht nur ein Indikator dafür, dass diese Elemente vorhanden waren; sie waren auch noch in unglaublicher Menge vorhanden. Als wollten sie sagen: „He, Blödmann, pass auf, wir versuchen dir etwas zu zeigen!“
Wären sie in kleinen Mengen vorgekommen, hätte ich mich vermutlich damit zufrieden gegeben. Aber sie waren in solch riesiger Menge vorhanden, dass ich sagte: „Menschenskind, wie können sie in diesen Mengen auftreten, und niemand wusste bisher davon?“
Sie müssen berücksichtigen, dass es sich nicht um eine einzige Spektralanalyse handelte; wir hatten zweieinhalb Jahre lang Spektralanalysen mit diesem Material gemacht. Der Mann schickte mich sogar weg, als es Anzeichen für diese Entdeckung gab, denn er konnte es selbst kaum glauben. Er arbeitete noch zwei Monate an der Sache, entschuldigte sich dann bei mir und sagte: „Dave, du hast Recht.“
Er war so beeindruckt, dass er zurück nach Deutschland ging, zu dem Institut für Spektroskopie. Es gab tatsächlich einen Bericht im spektroskopischen Journal, dass er die Existenz dieser Elemente im Südwesten der Vereinigten Staaten in natürlichen Materialien nachgewiesen habe. Es ist vermutlich keine Zeitschrift, die Sie jemals lesen würden, aber ich sah sie durch, mit dem Bericht über ihn.
Sie hatten keine Ahnung, wo dieser Stoff herkam, wie wir ihn herstellten, welche Konzentrationen wir verwendet hatten und so weiter. Sie hatten nur diese kleine Menge an Pulver analysiert. Die verrückte Sache dabei war, dass wir einfach nur das Silicium entfernt hatten, und den restlichen Stoff an sie geschickt hatten. Es waren unglaublich hohe Zahlen. Nachdem wir zu diesem Ergebnis in jeder für uns erdenklichen Weise gekommen waren, entschied ich, dass alles, was wir jetzt tun müssten, weiteres Geld in dieses Problem zu stecken.
Also stoppten wir die Verbrennung bei 69 Sekunden. Ich ließ die Maschine abkühlen, nahm ein Taschenmesser und grub diese kleine Kugel aus der Spitze der Elektrode. Wenn man den Bogen abstellt, absorbiert es sich irgendwie in den Kohlenstoff. Um die kleine Metallperle herauszuholen, muss man also in die Kohleelektrode hineingraben.
Die Perle schickte ich nach London in die Harlow Laboratories. Sie führten eine Edelmetallanalyse an dieser Perle durch. Ich bekam den Bericht zurück: „Keine Edelmetalle gefunden“. Nun, dies war eine Sekunde, bevor das Palladium herauskommen sollte. Laut Neutronenaktivierung, die den Atomkern selbst analysiert, wurden also keine Edelmetalle entdeckt.
Dies ergab überhaupt keinen Sinn. Es musste hier eine Erklärung geben. Entweder wurde dieses Material in ein anderes Element umgewandelt oder es lag in einer Form vor, die wir noch nicht verstehen. So beschloss ich, dass ich einfach noch mehr Informationen darüber brauchte. Ich ging zu einem Doktor der analytischen Chemie, John Sickafoose, der darin geübt war, einzelne Elemente aus unbekanntem Material herauszuscheiden und sie zu reinigen. Er war an der Iowa State Universität ausgebildet worden und hatte einen Doktor in Metallscheidungssystemen. Er war der Mann, den Motorola und Sperry in Arizona engagierten, um ihre Abwasserprobleme zu regeln.
Er hatte mit jedem Element im Periodensystem gearbeitet; mit Ausnahme von vier. Außer diesen vier Elementen hatte er mit allen seltenen und menschengemachten Elementen gearbeitet, hatte alles physikalisch getrennt, was auf der periodischen Tabelle zu finden ist. Zufälligerweise kam ich wegen der Scheidung von sechs Elementen zu ihm, zu denen ausgerechnet die vier Elemente zählten, mit denen er noch nie gearbeitet hatte.
Er sagte: „Wissen Sie, Mr. Hudson, ich habe diese Geschichte schon früher gehört. Mein ganzes Leben lang habe ich diese Geschichte der Edelelemente gehört, und ich bin auch gebürtig aus Arizona. Ich bin sehr beeindruckt von der Art, wie sie damit verfahren sind: Von der systematischen Art, wie sie herangegangen sind. Ich kann kein Geld annehmen, denn wenn ich Geld von Ihnen annehme, muss ich Ihnen einen schriftlichen Bericht aushändigen. Alles, was ich zu verkaufen habe, ist mein Ruf. Alles, was ich zu verkaufen habe, ist meine Glaubwürdigkeit. Ich bin ein ausgewiesener Sachverständiger im Staat Arizona in metallurgischen Scheidungssystemen. Dave, ich werde für Sie unentgeltlich arbeiten, bis ich Ihnen zeigen kann, wo Sie falsch liegen. Wenn ich Ihnen sagen kann, wo Sie irren, gebe ich Ihnen einen schriftlichen Bericht. Dann werden Sie mir 60 Dollar pro Stunde bezahlen, für die Zeit, die ich investiert habe.“
Die Kosten würden sich also auf ungefähr zwölf- bis fünfzehntausend Dollar belaufen. Wenn dies das Rätsel lösen könnte, wenn dies die Frage endlich ein für allemal beantworten würde, wäre es das wert. Das war es für mich zu dieser Zeit. Also sagte ich: „Tun Sie es, legen Sie los.“
Drei Jahre später sagte er: „Ich kann Ihnen sagen, dass es keines der anderen Elemente auf der Tabelle des Periodensystems ist. Wir sind ausgebildet. Man hat uns gelehrt, die chemische Trennung des Materials vorzunehmen und es dann zur instrumentellen Bestätigung zu schicken.“
Ich verwende Rhodium als Beispiel, da es eine sehr einzigartige Farbe in der Chloridlösung hat. Es hat eine Preiselbeerfarbe, fast wie die Farbe von Grapefruitsaft. Kein anderes Element erzeugt eine solche Farbe in einer Chloridlösung. Als mein Rhodium von all den anderen Elementen getrennt war, produzierte es jene Farbe von Chlorid. Die letzte Prozedur, die man durchführt, um das Material zu scheiden, ist, die Säurelösung zu neutralisieren, und es wird aus der Lösung als rotbraunes Dioxid ausgefällt. Man erhitzt es eine Stunde lang unter einer kontrollierten Atmosphäre von 800 Grad, woraufhin sich das anhydride Dioxid bildet. Dann reduziert man den Wasserstoff unter einer kontrollierten Atmosphäre, um das Element herauszubekommen und lässt den überschüssigen Wasserstoff austempern.
Wir neutralisierten also die Säurelösung und fällten sie als ein rotbraunes Dioxid aus – genau die Farbe, die ausgefällt werden sollte. Auch das filterten wir heraus. Wir erhitzten es eine Stunde lang unter Sauerstoff in einem Röhrenschmelzofen und reduzierten den Wasserstoff, bis wir dieses grauweiße Pulver hatten: Genau die Farbe, die Rhodium als Element haben sollte. Dann erhitzten wir es auf 1.400 Grad unter Argon, um das Material zum Glühen zu bringen, und es wurde schneeweiß.
Dies hatten wir nun wirklich nicht erwartet. Dies hätte einfach nicht passieren sollen.
John sagte also: „Dave, ich werde es bis zum anhydriden Dioxid erhitzen, dann werde ich es abkühlen. Ich werde ein Drittel der Probe nehmen und es in eine versiegelte Phiole tun. Den Rest der Probe werde ich zurück in den Röhrenschmelzofen geben und unter Sauerstoff erhitzen, dann wieder abkühlen, mit Edelgas reinigen, ihn wieder unter Wasserstoff erhitzen, um die Oxide wegzureduzieren. Der Wasserstoff wird mit Sauerstoff reagieren, zu Wasser werden, und das Metall reinigen. Das werde ich abkühlen, bis das grauweiße Pulver entsteht, die Hälfte davon nehmen und es in eine zweite versiegelte Phiole tun. Den Rest des Pulvers nehme ich und gebe es zurück in die Schmelze. Ich werde es oxidieren, den Wasserstoff reduzieren und zu dem weißen Pulver ausglühen lassen. Dies gebe ich in eine dritte Phiole und sende all drei Phiolen nach Los Angeles zu Pacifi c Spectrochem, eine der besten SpektroskopieFirmen in den USA.“
Die erste Analyse kam zurück. Das rotbraune Dioxid ist Eisenoxid. Das nächste Material kam zurück: Silicium und Aluminium. Keine Spur von Eisen. Indem wir einfach Wasserstoff auf das Eisenoxid gegeben hatten, hatte das Eisen aufgehört Eisen zu sein und war zu Silicium und Aluminium geworden. Nun, dies war eine wissenschaftliche Analyse, und wir hatten einfach das Eisen in Silicium und Aluminium verwandelt. Die schneeweiße ausgeglühte Probe wurde als Calcium und Silicium analysiert. Wohin war das Aluminium verschwunden? John sagte: „Dave, mein Leben war so einfach, bevor ich dich traf. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Das, womit du arbeitest, wird sie nötigen, die Physikbücher neu zu schreiben, die Chemiebücher umzuschreiben und zu einem völlig neuen Verständnis zu kommen.“
John gab mir seine Rechnung, es waren 130.000 Dollar, die ich bezahlte. Aber er sagte: „Dave, ich habe es physikalisch geschieden und es chemisch auf 50 verschiedene Arten geprüft, und wir haben pro Tonne vier bis sechs Unzen an Palladium, zwölf bis vierzehn Unzen Platin, 250 Unzen Ruthenium, 600 Unzen Iridium und 800 Unzen Osmium.“ Genau dieselben Zahlen, die mir der Spektroskopist genannt hatte. Es war eine derart unglaubliche Menge, dass John sagte: „Ich muss zu dem natürlichen Vorkommen gehen, wo dieser Stoff herkommt und meine eigenen Proben entnehmen.“ Also kam er zu mir, ging über den Besitz, entnahm seine eigenen Proben, steckte sie in einen Beutel, brachte sie ins Labor, pulverisierte die gesamte Probe und begann dann mit der Analyse, einer „Hauptstichprobe“ [master blend sample], die die gesamte Geologie abbildet – er erhielt dieselben Zahlen.
Wir arbeiteten an dieser Sache von 1983 bis 1989 – ein promovierter Chemiker, drei Chemiemagister und zwei Techniker, hauptberuflich. Ausgehend von den Informationen der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften und dem US-Büro für Standardgewichte und -maße, lernten wir, wie man all diese Elemente qualitativ und quantitativ trennt. Wir lernten, wie man kommerzielle Standards nimmt und diese zum Verschwinden bringt. Wir lernten, wie man Rhodiumtrichlorid von Johnson, Mathew & Engelhardt als Metall kauft und wie man die Metall-Bindungen darin aufbricht, bis man eine rote Lösung erhält und kein Rhodium mehr auffindbar ist. Und es war nichts als reines Rhodium von Johnson, Mathew & Engelhardt gewesen.
Wir lernten, dasselbe auch mit weißem Iridium zu machen, mit Gold, mit Osmium und mit Ruthenium. Letztlich kauften wir auch eine Maschine namens Hochdruckflüssigkeitschromatograph.
Zu Ihrer Information, John Sickafoose war der Mann, der seine Doktorarbeit an der Iowa State University darüber geschrieben hatte, wie man dieses Gerät baut. Er hatte das Konstruktionskonzept dieses Instruments schon 1963-64 entworfen.
Nachdem er promoviert hatte, nahmen einige der graduierten Studenten diese Technologie, entwickelten sie weiter und schließlich kam Dow Chemical und kaufte sie. Dow entwickelte sie weiter und vermarktete sie, und jetzt ist diese Technologie die ausgefeilteste chemische Trennung, die es auf der Welt gibt. Sie arbeitet computergesteuert, mit Hochdruck und man kann damit sehr präzise Scheidungen durchführen. Weil dieser Mann sie plante und entwarf, kannte er auch ihre Grenzen. Er war somit der ideale Mann, um die Technik zu perfektionieren.
So waren wir in der Lage, ihre Grundtechnologie zu nutzen und ein Scheidungssystem zu entwickeln, um das Rhodiumtrichlorid aufzutrennen. Letztlich trennten wir fünf verschiedene Arten aus dem kommerziellen Rhodiumtrichlorid. Dazu müssen Sie verstehen, dass das Wort „Metall“ Ähnlichkeiten mit dem Wort „Armee“ aufweist. Man kann keine Ein-Mann-Armee haben. Das Wort Metall bezieht sich auf ein Materialkonglomerat. Es hat bestimmte Eigenschaften, wie elektrische Leitfähigkeit, Wärme übertragung und all diese anderen Aspekte.
Wenn man diese Metalle in Säure aufl öst, erhält man eine klare Lösung ohne feste Bestandteile. Man sollte annehmen, nun habe man freie Ionen vorliegen, aber wenn man es mit Edelmetallen zu tun hat, sind die Ionen noch nicht frei. Man nennt das „Clusterchemie“.
Schon seit den 1950er Jahren gibt es an Universitäten ganze Bereiche, die sich nur mit Clusterchemie und katalytischen Materialien befassen. Die Metall-Bindungen bleiben dabei jedoch immer noch intakt. Wenn man also Rhodiumtrichlorid von Johnson, Matthew & Engelhardt kauft, bekommt man in Wirklichkeit Rh12Cl36 oder Rh15Cl45. Man bekommt eigentlich gar kein reines RhCl3. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Material mit Metall-Bindung und dem freien Ion. Daher ist das, was man kauft, Clusterchemie; man bekommt keine freien Ionen.
Wenn man es in die analytische Messtechnik zur Analyse gibt, wird in Wirklichkeit die Metall-Verbindung des Clusters analysiert, jedoch nicht die freien Ionen. Ich erfuhr, dass General Electrics Brennstoffzellen baute und dabei Rhodium und Iridium verwendete. Ich nahm mit ihren Brennstoffzell-Leuten in Massachusetts Kontakt auf und reiste dorthin, um mich mit ihnen zu treffen. Bei unserem Treffen waren drei Anwälte und die GE-Leute anwesend. Die Anwälte waren da, um die GE-Leute zu schützen, denn eine Menge Leute kommen zu ihnen und behaupten nur, sie hätten Technologien. Nach den Treffen aber verklagen sie GE und behaupten, GE hätte ihre Technologie gestohlen. Um sich also zu schützen, muss GE herausfinden, was für eine Technologie man wirklich hat. Daher ist GE sehr skeptisch, wenn man sagt, man habe da etwas Neues. Sie bringen ihre hochtrabenden Anwälte mit, um einen wirklich zu durchleuchten.
Nach ungefähr einer Stunde sagten sie: „Diese Jungs meinen es ernst. Ihr Anwälte könnt gehen.“ Sie hatten selbst die Explosionen beobachtet und wussten, dass sich kommerzielles Rhodiumtrichlorid sehr gut analysieren lässt. Aber um es so zu präparieren, dass es in ihre Brennstoffzellen passt, müssen sie Salz-Effusionen vornehmen. Dabei schmelzen sie das Salz und geben das Metall hinzu, um es weiter zu dispergieren. Sie wussten, dass sich das Metall danach nicht mehr so gut auswerten lässt. Als wir ihnen also sagten, wir hätten Material, dass sich überhaupt nicht auswerten ließe, konnten sie sich vorstellen, wie das möglich wäre. Sie hatten es nie gesehen, aber sie sagten, dass sie interessiert seien.
Dies waren dieselben Leute bei GE, die auch die Analyse-Instrumente bauen. Deshalb sagten sie: „Dave, warum machen Sie nicht einfach einen Haufen Rhodium für uns, schicken ihn uns, und wir bauen es in unsere Brennstoffzellen ein? Wir werden es dann an einer Stelle testen, wo nur Rhodium funktioniert.“ Bisher wurde neben Rhodium und Platin kein anderes Metall gefunden, das die Katalyse in der wasserstoffbildenden Technologie der Brennstoffzelle ausführt. Und Rhodium ist verglichen mit Platin einzigartig, da Rhodium sich nicht mit Kohlenmonoxid verunreinigt, Platin dagegen schon.
Sie sagten: „Dave, wir werden es einfach versuchen, um zu sehen, ob es ein wasserstoffbildender Katalysator ist. Wenn das der Fall ist, dann werden wir schauen, ob es stabil gegenüber Kohlenmonoxid ist – und dann ist es Rhodium, oder es ist eine Rhodium-Alternative.“ Also arbeiteten wir ungefähr sechs Monate lang und raffinierten diese Materialmenge. Wir reinigten sie wieder und wieder. Wir wollten absolut sicher sein, dass es wirklich sauberer Stoff war. Wir wollten damit keine Probleme haben. Dann schickten wir ihn zurück an Tony LaConti bei GE.
GE hatte inzwischen seine Brennstoffzellen-Sparte an United Technologies verkauft, die schon eine eigene Brennstoffzellen-Abteilung besaßen. Daher mussten alle Mitarbeiter von GE für United Technologies arbeiten, und da diese schon ihre hauseigenen Leute hatten, wurden die GE-Leute nicht in die bestehenden Teams integriert. Sie waren nicht mehr in Führungspositionen. Nach einer bestimmten Anzahl von Monaten kündigten sie daher alle und verließen United Technologies. Auch José Giner, der ehemalige Chef der Brennstoffzellen-Sparte bei United Technologies, kündigte und gründete seine eigene Firma namens Giner Incorporated in Waltham, Massachusetts. Tony und alle GE-Leute gingen mit ihm.
Bis unser Material dort war, hatten sie schon ihre eigene Firma in Waltham, Massachusetts, errichtet. Also machten wir einen Vertrag mit ihnen, um für uns die Brennstoffzellen zu bauen. Als ihnen unser Material zugesandt wurde, untersuchten sie das Rhodium, so wie sie es bekommen hatten, fanden aber bei der Analyse kein Rhodium. Als sie es jedoch auf Kohle in ihren Brennstoffzellen aufbrachten und die Brennstoffzelle mehrere Wochen laufen ließen, funktionierte es und tat das, was nur Rhodium tun konnte. Es war kohlenmonoxidstabil.
Nach drei Wochen schalteten sie die Brennstoffzellen ab und schickten die Elektroden zur Analyse in dasselbe Labor, das vorher festgestellt hatte, dass sie keinerlei Rhodium enthielten. Nun stellten sie plötzlich fest, dass 8 Prozent Rhodium in der Probe waren. Durch diesen Prozess in den Brennstoffzellen ist irgendwie metallisches Rhodium entstanden, das jetzt nachgewiesen und analysiert werden konnte.
Daher sagten die ehemaligen Mitarbeiter von GE: „Dave, wenn du der Erste bist, der es entdeckt hat und es in dieser Form herstellen kann, dann solltest du es patentieren lassen.“ Ich sagte: „Ich bin nicht daran interessiert, dies zu patentieren.“ Dann sagten sie mir, wenn es jemand anderes entdecken und patentieren würde, auch wenn ich es jeden Tag benutzte, könnte man meine Arbeit stoppen. Ich sagte: „Nun, vielleicht sollte ich es dann doch patentieren lassen.“ So beantragten wir im März 1988 ein Patent in den USA und weltweit für „Orbitally Rearranged Monatomic Elements“ (Monoatomare Elemente mit neugeordneter Elektronenbahn).
Nun, das ist ganz schön umständlich, und so benannten wir es mit der Abkürzung ORMEs. Es gibt ORME-Gold, ORME-Palladium, ORME-Iridium, ORME-Ruthenium und ORME-Osmium.
Als wir den Patent-Antrag abwickelten, sagte das Patentbüro: „Dave, wir brauchen präzisere Angaben, wir brauchen exaktere Angaben, wir brauchen mehr Informationen über die Umwandlung in dieses Weiße-Pulver-Stadium.“ Eines unserer Probleme war, dass dieses weiße Pulver an Gewicht zunahm, wenn man es der Atmosphäre aussetzte. Ich spreche hier nicht von einer trivialen Gewichtszunahme. Es geht um 20 bis 30 Prozent. Nun würde dies normalerweise als Absorption atmosphärischer Gase bezeichnet werden. Die Luft reagiert mit dem Material und verursacht eine Gewichtszunahme, aber normalerweise nicht 20 oder 30 Prozent.
Aber wir mussten nichtsdestotrotz dem Patentbüro antworten. Wir hatten dem Patentbüro exakte Angaben vorzulegen. Daher benutzen wir eine Maschine zur thermogravimetrischen Analyse. Dieses Gerät hat die volle Kontrolle über die atmosphärischen Umstände der Probe. Man kann sie oxidieren, sie wasserstoffreduzieren und sie ausglühen lassen und dabei unter einer kontrollierten Atmosphäre ständig wiegen. Alles ist rundum versiegelt. Unsere Mittel gingen zur Neige, und wir konnten es uns nicht leisten, eine Maschine zu kaufen, daher mieteten wir eine aus der Bay Area, von der Firma Varian. Sie schickten sie uns, und wir schlossen sie an unseren Kontrollcomputer an.
Wir erhitzten das Material um 1,2 Grad pro Minute und kühlten es um zwei Grad pro Minute ab. Wir fanden heraus, dass das Material 102 Prozent wiegt, wenn man es oxidiert, und dass es 103 Prozent wiegt, wenn man den Wasserstoff reduziert. So weit so gut. Kein Problem. Aber wenn es schneeweiß wird, wiegt es 56 Prozent! Das ist völlig unmöglich!
Wenn man das Material ausglüht, bis es weiß wird, und auf eine Quarzwaage legt, wiegt es 56 Prozent des Ausgangsgewichtes. Erhitzt man es bis zu dem Punkt, wo es in das Trägermaterial aus Glas schmilzt, wird es schwarz und alles Gewicht kehrt zurück.
Also hat sich das Material nicht in Luft aufgelöst. Es war noch da; es konnte nur nicht mehr gewogen werden. An diesem Punkt sagte jeder, der das Phänomen beobachtete: „Das kann einfach nicht stimmen. Es ist unmöglich!“
Wissen Sie, als wir es unter Helium oder Argon wieder und wieder erhitzten und abkühlten, wog es, wenn wir es abkühlten, 300 bis 400 Prozent seines Ausgangsgewichts. Erhitzten wir es dagegen wieder, wog es tatsächlich weniger als nichts. Wenn es nicht in der Pfanne war, wog die Pfanne mehr als sie wog, als dieser Stoff noch darin war.
Bedenken Sie, das waren bestens ausgebildete Leute, die dieses Instrumentarium betätigen, und sie kamen herein und sagten: „Schau dir das an. Dies ergibt überhaupt keinen Sinn!“
Diese Maschine ist so präzise gebaut und kontrolliert, dass sie tatsächlich ein Material nehmen können, das im Normalzustand nicht-magnetisch ist und erst in der Maschine bei 300 Grad magnetisch wird. Dann ist es ein wirklich starker Magnet. Nachdem man auf 900 Grad hochgegangen ist, verliert es seinen Magnetismus wieder. Und man kann tatsächlich sehen, ob die Interaktion des Magnetismus mit dem magnetischen Feld des Heizelements irgendeine Gewichtsveränderung verursacht hat.
Das Heizelement ist zweiadrig gewickelt. Es geht um die Probe herum und in der Gegenrichtung zurück, sodass der gesamte Strom die ganze Zeit gegen sich selbst läuft. Führt ein Draht daher Strom, entsteht ein magnetisches Feld, aber wenn man den Draht dann ganz nah an dieser Wicklung in die andere Richtung laufen lässt, bildet er ein entgegengesetztes magnetisches Feld. Die Idee ist, dass sich die beiden Felder gegenseitig aufheben. Dies ist auch die Art von Verkabelung, die bei einem Fernseher verwendet wird, um alle magnetischen Felder auszulöschen.
Die Konstrukteure dieser Maschine wollten alles eliminieren, was den Charakter eines magnetischen Felds hatte.
Als wir das magnetische Material durch die Maschine laufen ließen, erhielten wir überhaupt keine Reaktion. Es gab weder eine Gewichtsveränderung, als das Material magnetisch wurde, noch als es seinen Magnetismus verlor. Doch nachdem wir unser Material dort hineingelegt hatten und es weiß wurde, ging es auf 56 Prozent seines Ausgangsgewichts herunter. Schaltete man die Maschine ab und ließ sie abkühlen, blieben es exakt 56 Prozent. Erhitzte man das Material, ging sein Gewicht auf weniger als Nichts zurück, kühlte man es ab, schwoll es auf 300 bis 400 Prozent an, aber es kehrte immer wieder auf stabile 56 Prozent zurück.
Wir nahmen nun mit Varian in der Bay Area Kontakt auf und sagten: „Sehen Sie, dies ergibt einfach keinen Sinn. Irgendetwas läuft mit dieser Maschine falsch. Ich meine, irgendwas ist nicht richtig. Jedes Mal, wenn wir die Maschine benutzen, arbeitet sie gut, außer, wir stellen das reine monoatomische Material her, und wenn wir das machen, wird es schneeweiß und das Gerät funktioniert nicht mehr korrekt.“
Bei Varian sah man sich unsere Ergebnisse durch und sagte: „Wissen Sie, Mr. Hudson, falls sie mit der Abkühlung des Materials gearbeitet haben, würden wir sagen, es ist ein Supraleiter. Aber da sie das Material ja erhitzen, wissen wir nicht, was Sie da haben.“
Ich entschied: Gut, ich musste schon Chemie und Physik lernen, und jetzt muss ich eben auch noch die Physik von Supraleitern lernen. Ich entlieh mir eine Menge akademischer Bücher zum Thema Supraleiter und begann, darüber zu lesen.
Fortsetzung hier.
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